Ortsgeschichte

Kamp-Bornhofen wurde vor 949 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Diese Erwähnung basiert auf einer Schenkung von Weinbergen des Frankenherzogs Hermann, der am 10. Dezember 949 gestorben ist. Die Ersterwähnung nahm dieser im
Zeitraum von 926 bis 949 vor. Weitere Urkunden dokumentieren in der Folge, dass die damalige Siedlung auf altem, fruchtbaren Siedlungs- und Kulturboden gebaut ist. Der Weinbau spielte zu dieser Zeit eine große Rolle. Weitere Haupterwerbsquellen waren die Landwirtschaft und Viehzucht. Enormen Einfluss auf das Leben und die Entwicklung der Gemeinde "Camp", die im Übrigen noch einige weitere historische Namensformen hatte, nahm stets die Kirche. Die jüngere Forschung geht davon aus, den Ortsnamen von Kamp vom lateinischen Lehnwort "campus" (Feld) abzuleiten. Ob der spätantike Ortsname erhalten geblieben ist oder aber Jahrhunderte nach der Aufgabe erneut benutzt wurde, lässt sich heute nicht mehr entscheiden, da Hinweise auf eine Siedlungskontinuität fehlen. In der Zeit um 600 n. Chr. ist es zu einem Siedlungsvorgang gekommen, an dem überwiegend Franken beteiligt waren. Ab dem 11. Jahrhundert ist der Ortsname in den Urkunden dokumentiert. Der Wechsel vom "C" als Anfangsbuchstaben zum "K" erfolgte 1936. 1948 beschloss der Gemeinderat, die Änderung des Namens in "Kamp-Bornhofen (Rhein)" bei maßgeblicher Stelle zu beantragen.
 

Auch das Gewerbe erlebte Ende des 19. Jahrhunderts einen Wandel. Die Reblaus und ein damit verbundener Ertragsrückgang im Weinbau bewegte die Menschen dazu, die Böden einer anderen Nutzung zu zuführen. Es wurden Süßkirschen, Erdbeeren, Äpfel, Birnen und Aprikosen angebaut. Kamper Obst wurde berühmt und sogar exportiert. Sinkende Preise bewirkten in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts recht schnell den Niedergang des Obstanbaus.
Chronik

Doch abschließend bei unserem kleinen Ausflug in die Vergangenheit noch ein Blick auf den Namen "Flößer- und Schiffergemeinde".

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Flößerei auf dem Rhein ihren Höhepunkt. Allein eine Firma beschäftigte 1870 über 60 Männer als Flößer auf dem Rhein. Zum Transport von Holz- stämmen nach Holland war dieses Berufsbild in der Gemeinde so ausgeprägt, dass man Kamp mit ruhigem gewissen als ehemalige "Flößer-Hochburg" bezeichnen könnte. 1965 befuhr das letzte Floß den Rhein, womit auch diese Ära ein Ende fand. 

 

 

 

 

Wer sich mehr für die Geschichte Kamp-Bornhofens interessiert, dem sei unsere Ortschronik, die von Dr. Winfried Monschauer aus Kamp-Bornhofen geschrieben und im Jahr 2000 aus Anlass der 1050-Jahr-Feier der Ortsgemeinde in Zusammen- arbeit mit einem ortsansässigen Atelier veröffentlicht wurde, ans Herz gelegt.

Die Chronik umfasst 194 Seiten in farbigem Druck und kann von Interessenten über die Touristinformation erworben werden.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ortsteil Bornhofen wurde im Jahre 1110 erstmals urkundlich erwähnt. Aus Anlass des 900-jährigen Bestehens wurde eine anschauliche Chronik durch den Heimatforscher Dr. Winfried Monschauer, auch Vorsitzender des heimischenVereins für Heimatgeschichte, aufgelegt, die während eines Festaktes am 14.08.2011 präsentiert wurde.

 

900 Jahre Bornhofen 1

900 Jahre Bornhofen 2

900 Jahre Bornhofen 3